Eingestellt am 31. August 2026
Wahl in Sachsen-Anhalt | WAM e.V. formuliert Wahlprüfsteine
Zur Landtagswahl 2026 in Sachsen-Anhalt hat WAM e.V. als branchen- und spartenübergreifendes Netzwerk für Geschlechtergerechtigkeit in Kultur und Medien Wahlprüfsteine formuliert und an die Parteien verschickt. Ziel der Wahlprüfsteine ist es, allen interessierten Bürger*innen eine zusätzliche Orientierung zu kultur- und medienpolitischen Fragen der Parteien und deren Positionierung zu Gleichberechtigung zu geben.
Der AK Kultur- und Medienpolitik hat sich im Vorfeld intensiv Gedanken darüber gemacht, welche Fragen gestellt werden müssen, um möglichst konkrete Antworten von den Parteien zu bekommen. Anders als in anderen Bundesländern gibt es in Sachsen-Anhalt ein neues Kulturfördergesetz (Mai 2026) sowie ein langjähriges Frauenfördergesetz (seit 1993) – gute Grundlagen für eine praktische Umsetzung der Gleichstellung der Geschlechter in Kunst, Kultur und Medien. Wir hoffen, dass wir den Parteien mit unseren Fragen Anregungen für konkrete politische Maßnahmen gegeben haben. Alle Parteien haben schnell und unkompliziert geantwortet.
Unsere Fragen lauteten:
1. „Welche konkreten Maßnahmen ergreift Ihre Partei, um Gleichstellung als Querschnittsaufgabe insbesondere in der Kultur- und Medienlandschaft zu sichern? Wie schafft Ihre Partei Lohngleichheit (Equal Pay), Sichtbarkeit (Equal Show) und Parität in Entscheidungsgremien und Führungspositionen? Wie schützt Ihre Partei Frauen* vor Machtmissbrauch und Diskriminierung im Kultur- und Medienbereich?“
2. „Mit welchen konkreten und transparenten Maßnahmen stellt Ihre Partei sicher, dass öffentliche Kulturförderung alle kultur- und medienschaffenden Frauen* erreicht und ihre Perspektiven und Themen abbildet?“
3. „Was plant Ihre Partei zur Verbesserung der Einkommens- und Arbeitsbedingungen für kultur- und medienschaffende Frauen*, insbesondere vor dem Hintergrund projektbezogener Beschäftigungen, freier und selbstständiger Tätigkeit, ungleich verteilter Sorgearbeit und unterbrochener Erwerbsbiografien?“
Hier geht es zu den Antworten der Parteien.